https:// Verschlüsselung für alle Webseiten – Ja oder Nein?

In Onlineshops ist die Nutzung eines Sicherheitszertifikates schon seit vielen Jahren Standard. In einem Shop in dem der Käufer seine persönlichen Informationen und sensible Bankdaten eingibt, werden diese Informationen über ein Zertifikat verschlüsselt. Die Browser melden “Sichere Verbindung”.

Der Kunde kann so beim online Einkaufen sicher sein, dass seine Daten nicht von Dritten abgefangen und mitgelesen werden können, da diese verschlüsselt übertragen werden. Kurz und gut, ein Shop ist deswegen nicht sicherer für den Shop Betreiber, sondern für den, der den Shop nutzt (einkauft) und Informationen über sich und zur Bezahlung übermittelt.

Für den Besucher hat dies einen großen Vorteil und für den Shop Betreiber ist es mit Mehraufwand und Mehrkosten verbunden. Der Punkt Mehraufwand und Mehrkosten hat dafür gesorgt, dass es für normale Webseiten als nicht wichtig eingestuft wurde. Leider ist es teilweise immer noch so, jetzt aber ist es für alle sehr wichtig!

Schon vor vielen Jahren fragte ich mich, wie auch viele andere, warum das eigentlich nicht auch für Webseiten die Regel ist. Es dürfte doch nichts dagegen sprechen alle Webseiten verschlüsselt auszuliefern und wenn es Standard wäre, sinken die Preise für Aufwand und Zertifikat.

Umso mehr habe ich mich gefreut als Google bekannt gegeben hat eine Verschlüsselung im Rankingfaktor mit zu bewerten. Seitdem ist das Thema, dass viele Jahre unbeachtet vor sich hin schlummerte eines der größten und wichtigsten geworden. Webseiteninhaber, Web-Hoster, Werbeagenturen und Webdesigner sind jetzt gezwungen zu handeln und die Welt erfährt jetzt endlich von dem Missstand.

Betrachten Sie Webseiten im Browser z.B.: Google Chrome oder Firefox etwas genauer so sehen sie gleich den Unterschied. Bestimmt haben sie auch schon einmal die Meldung bekommen „Diese Webseite ist nicht sicher“. Das liegt daran das eine Webseite in http:// unverschlüsselt und nicht in https:// verschlüsselt ausgeliefert wird. Ab jetzt ist Handeln angesagt!!

Beispiel Bilder der Meldungen im Google Chrome Browser mit Zertifikat verschlüsselt (https://) und unverschlüsselt (http:).

Es ist meiner Ansicht nach falsch zur heutigen Zeit noch Webseiten ohne Zertifikat zu erstellen. Es sei denn der Kunde will es partout nicht, was aber bei einer guten Beratung nicht passieren wird. Es gibt viele Gründe eine Webseite über ein Zertifikat zu verschlüsseln. So werden Daten, die zum Beispiel in einem Kontaktformular eingegeben werden, vor den Augen Dritter geschützt an den Empfänger (meistens den Webseitenbetreiber) gesendet. Google ist zu diesem Punkt zufrieden und die Besucher der Webseite erhalten keine negativen Meldungen wie zum Beispiel “Die Webseite ist nicht sicher” oder “unsichere Verbindung”.

Besonders erfreulich ist es auch, dass es seit April 2016 (noch nicht bei den meisten Providern) ein kostenloses Zertifikat mit den Namen „Let’s Encrypt” gibt. (was in Deutsch übersetzt bedeutet „Lasst uns verschlüsseln“ ). „Let’s Encrypt” senkt den Aufwand und die Kosten für Einrichtung und Pflege von TLS-Verschlüsselung deutlich. Viele Hosting Unternehmen haben 2017 reagiert und bieten dieses Zertifikat bereits in verschiedenen Hostingpaketen mit an, es ist einfacher zu installieren und es wird automatisch verlängert. 2018 müsste das Zertifikat eigentlich bei jedem Hosting Profider zur Verfügung stehen. Haben Sie bereits eine Webseite die noch nicht verschlüsselt ist, wird der Aufwand diese nachträglich zu verschlüsseln schon um einiges höher. Denoch ist es umsetzbar und bringt sehr viele Vorteile mit sich.

Ist es besser eine neue Webseite gleich über ein Zertifikat (https://) verschlüsselt auszuliefern?

„Ja!“, alles andere ergäbe keinen Sinn – Sie haben nur Vorteile! Jeder moderne Webdesigner wird Ihnen das empfehlen und anbieten. Da Sie eine Webseite mehrere Jahre haben werden ist es wichtig schon beim erstellen der Webseite nach neuen Standards zu arbeiten.

Kann nachträglich eine vorhandene Webseite verschlüsselt werden?

„Ja“, in fast jedem Fall, jedoch mit unterschiedlich hohem Aufwand da alle internen Links angepasst werden müssen und auch Google  und Co. dabei eine sehr große und wichtige Rolle spielt. Hier würde ich mich an Ihrer Stelle beraten lassen.

Erfahren Sie mehr über Webdesign

Hier gelangen Sie zurück zum Blog